Lanzerath (Lanzeth)


Lanzerath Im Grossengarten

LAGE

Koordinaten: 50° 32′ 5″ N, 6° 54′ 59″ O
Höhe: 365 m ü. NN
Einwohner: 106 (Stand: 31.12.2013)

Das Dorf ist über die Kreisstraße 52, welche am nördlichen Dorfrand vorbeiführt, erreichbar. Dieser Kreisstraße in westlicher Richtung folgend, trifft man auf die Landesstraße 497 (Houverath – Kirchsahr). In die Gegenrichtung führt die Straße über Eichen und Maulbach nach Scheuren zur Landesstraße 113 (Rheinbach – Mahlberg). Um das Dorf herum liegen Wiesen und Weiden. Im Norden fließt der Hasenbach. Im Südwesten beginnt der aufsteigende Hang zum Hochthürmer (499,8 m ü. NN). Im Südosten stößt das Dorf unmittelbar auf die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und den dahinterliegenden Weilern Vellen und Häselingen. Im Osten liegt die Anhöhe Auf dem Urscheid.

Im Ort besteht eine Bushaltestelle „Lanzerath".. Weitere Infos siehe Verkehr/ÖPNV.

GESCHICHTE

Lanzerath-alt
Kartenausschnitt nach Tranchot/Müffling (1801-1828),
Quelle: Reproduktion Geobasis NRW
Gemeinsam mit Eichen, Scheuren und der Wüstung Leyhof gehörte das 1473 erstmals urkundlich belegte Lanzerath zur Unterherrschaft Schweinheim im Herzogtum Jülich. Nahe Lanzerath befindet sich die rund 500 m über NN hohe Kuppe des Hochthürmer, auf dem sich zur Römerzeit eine Signalstation befand. Überreste von Mauerwerk sind heute noch sichtbar. Diese römerzeitlichen Relikte wurden in der Sage von der „Goldenen Wiege" zu einer Burg auf dem Hochthürmen umgedeutet. Am südwestlichen Dorfrand wurde Kupfer abgebaut.

Von 1816 bis 1969 gehörte Lanzerath zur selbständigen Gemeinde Houverath; seit 1969 ist der Ort ein Stadtteil von Bad Münstereifel.