Maulbach (Mubech)


Maulbach Ortskern

LAGE

Koordinaten: 50° 33′ N, 6° 55′ O
Höhe: 369 m ü. NN
Einwohner: 166 (Stand: 31.12.2013)

Die Kreisstraße 52 von Scheuren nach Lanzerath erschließt das Dorf. In Richtung Eichen zweigt auf der Anhöhe die Kreisstraße 4 in Richtung Berg und Krälingen ab. Dort passiert man die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und Kreisgrenze zum Landkreis Ahrweiler. Der nächste Ort dort ist Friesheim und liegt lediglich etwa 1,6 km entfernt. Im Nordwesten trifft man auf den Winkelbach. Im Nordosten grenzt das Dorf an die Erhebung Auf dem Hoest (375,2 m ü. NN) mit Wiesen- und Weideland. Im Süden trifft man auf Flächen mit der Flurbezeichnung An der Maulbacher Nücke (403,1 m ü. NN) mit Wald hinab bis zum Houverather Bach.

Im Ortskern an der Ringstraße befindet sich die Bushaltestelle „Maulbach". Weitere Infos siehe Verkehr/ÖPNV.

GESCHICHTE

Maulbach-alt
Kartenausschnitt nach Tranchot/Müffling (1801-1828),
Quelle: Reproduktion Geobasis NRW
Während Maulbach kirchlich immer zur Pfarrkirche St. Thomas in Houverath gehörte, ist seine politische Zugehörigkeit wechselnd. Bis 1794 gehörte es zum Gericht Hilberath in der Unterherrschaft Tomburg. Während dieses Amt zu einem Drittel dem Herzog von Jülich und zu zwei Dritteln dem Freiherrn Quadt von Landskron zu Flamersheim gehörte, der es als Lehen des Erzbischofs von Köln trug, teilten sich der Herzog und der Freiherr im Gericht Hilberath die Herrschaft zu gleichen Teilen. 1776 ging das Lehen des Freiherrn Quadt von Landskron an den Freiherrn von Dallwigk-Lichtenfels über. Kurz vor der Französischen Besetzung fiel es an dessen Schwiegersohn, den Freiherrn von Vincke.

Von 1816 bis 1969 gehörte Maulbach zur selbständigen Gemeinde Houverath, die bis zum 1. Oktober 1932 zum Kreis Rheinbach gehörte. Der Kreis Rheinbach wurde dann aufgelöst und die Gemeinde Houverath kam zum Kreis Euskirchen. Seit dem 1. Juli 1969 ist Maulbach ein Stadtteil der Stadt Bad Münstereifel.

Das um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert errichtete Spritzenhaus im Zentrum des Dorfes wurde von den Bewohnern in den 1960er Jahren unter Leitung des Architekten Siegfried Bucher zu einer Kapelle umgebaut. Seit dem Umbau findet jährlich eine feierliche Prozession zur Abtei Maria Laach nahe Mendig statt, welche neben den Dorfbewohnern regelmäßig zahlreiche Besucher aus umliegenden Ortschaften anzieht.